Glossar

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Begriffe und Definitionen für die deutsche Website.


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A

Abflussbeiwert — StormWater Solutions

Der Abflussbeiwert beschreibt, welcher Anteil des Niederschlags von einer Fläche abfließt. Nach DWA-A 102 wird zwischen dem Spitzenabflussbeiwert Cs für die hydraulische Bemessung und dem mittleren Abflussbeiwert Cm für Jahresvolumen und Behandlungsbedarf unterschieden.
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Asphaltbewehrung — GeoTechnical Solutions

Eine Asphaltbewehrung ist eine zwischen Asphaltschichten eingebaute Geokunststofflage, die Zugspannungen aufnimmt und das Durchschlagen von Rissen aus der Unterlage verzögert. Verwendet werden bitumenbeschichtete Glasfasergitter, Polyestergitter und Vlies-Gitter-Komposite, die auf eine Bitumenansprühung verlegt werden. Wichtige Kriterien sind Haftverbund, Fräsbarkeit und Recyclingfähigkeit. Voraussetzung für die Wirkung ist stets eine ausreichend tragfähige und vorbereitete Unterlage.
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B

Baustraße — GeoTechnical Solutions

Eine Baustraße ist eine temporäre Verkehrsfläche, die Baufahrzeugen während der Bauzeit eine tragfähige Zufahrt bietet. Auf weichem Untergrund besteht sie typischerweise aus Trennvlies, Geogitter oder Geozellen und einer Schottertragschicht. Die Tragfähigkeit wird über den Verformungsmodul Ev2 im Plattendruckversuch nachgewiesen, nach Bauende wird sie zurückgebaut oder als Unterbau in die spätere Verkehrsfläche integriert.
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Behelfsbrücke — Bridges & Culverts Solutions

Eine Behelfsbrücke ist ein zeitlich befristetes Brückenbauwerk, das den Verkehr während Ersatzneubau, Instandsetzung oder im Katastrophenfall aufnimmt. Sie besteht aus vorgefertigten, wiederverwendbaren Tragelementen, wird in kurzer Zeit montiert und nach Lastklassen der DIN 1072 beziehungsweise dem Lastmodell LM1 der DIN EN 1991-2 nachgewiesen.
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Bentonitmatte — GeoTechnical Solutions

Die Bentonitmatte ist eine geosynthetische Tondichtungsbahn aus Natriumbentonit zwischen zwei Geotextilien. Im gequollenen Zustand dichtet sie mit Durchlässigkeiten unter 5 × 10⁻¹¹ m/s, heilt kleine Fehlstellen selbst und ersetzt mineralische Dichtungsschichten in Deponien und im Wasserbau.
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Bewehrte Erde — GeoTechnical Solutions

Bewehrte Erde ist ein Verbundkörper aus verdichtetem Boden und zugfesten Geokunststofflagen im Reibungsverbund. Solche KBE-Konstruktionen ermöglichen steile Geländesprünge ohne massive Betonwand, werden lagenweise mit Abständen von 30 bis 60 cm eingebaut und nach EBGEO bemessen.
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Bodenstabilisierung — GeoTechnical Solutions

Bodenstabilisierung fasst Verfahren zusammen, mit denen ein wenig tragfähiger Boden dauerhaft belastbar gemacht wird, entweder mit Bindemitteln wie Kalk und Zement oder mechanisch mit Geogittern und Geozellen. Der Nachweis erfolgt über Verformungsmodul und CBR-Wert nach den Vorgaben der ZTV E-StB.
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Bodenverbesserung — GeoTechnical Solutions

Bodenverbesserung bezeichnet Maßnahmen, die einen wenig tragfähigen oder zu feuchten Boden einbau- und verdichtungsfähig machen. Grundlage sind die ZTV E-StB, der Nachweis erfolgt über Verformungsmodul und Verdichtungsgrad nach vorheriger Eignungsprüfung.
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Bogenbrücke — Bridges & Culverts Solutions

Eine Bogenbrücke trägt die Lasten überwiegend als Druckkräfte entlang der Bogenachse zu den Kämpfern und erzeugt dabei horizontalen Bogenschub. Als Wellstahlprofil mit Erdüberdeckung wirkt sie als Boden-Stahl-Verbundbauwerk und wird nach RE-ING geplant sowie nach DIN 1076 geprüft.
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Böschungssicherung — GeoTechnical Solutions

Böschungssicherung umfasst alle Maßnahmen, die künstlich hergestellte Böschungen an Dämmen und Einschnitten gegen Oberflächenerosion und Böschungsbruch sichern. Eingesetzt werden ingenieurbiologische Bauweisen, Erosionsschutzmatten, Geozellen, Gabionen und bewehrte Erde. Die Standsicherheit wird mit Böschungs- und Geländebruchberechnungen nach DIN 4084 nachgewiesen, die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Neigung, Bodenart, Wasser und verfügbarer Fläche.
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Brückenbau — Bridges & Culverts Solutions

Brückenbau umfasst Planung, Bemessung, Ausführung und Erhaltung von Bauwerken, die Verkehrswege über Hindernisse führen. Maßgebend sind die Eurocodes DIN EN 1990 bis DIN EN 1997, die Richtlinien RE-ING und ZTV-ING sowie die wiederkehrende Bauwerksprüfung nach DIN 1076 über eine Nutzungsdauer von 100 Jahren.
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Brückensanierung — Bridges & Culverts Solutions

Die Brückensanierung umfasst Instandsetzung und Verstärkung bestehender Brücken auf Grundlage der Bauwerksprüfung nach DIN 1076 und der Zustandsnoten nach RI-EBW-PRÜF. Erhaltung und Ausführung regeln RI-ERH-ING und ZTV-ING. Ob saniert oder ersetzt wird, entscheiden Restnutzungsdauer, Tragfähigkeit gegenüber heutigen Lasten und Lebenszykluskosten; kleine Brücken lassen sich auch durch vorgefertigte Bauwerke mit kurzer Bauzeit ersetzen.
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D

DIN 1076 — Bridges & Culverts Solutions

DIN 1076 ist die Norm für Überwachung und Prüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen. Sie legt Prüfarten, Prüfintervalle und Prüfumfang fest. Die Bewertung der Schäden erfolgt nach RI-EBW-PRÜF mit Zustandsnoten von 1,0 bis 4,0, die Dokumentation im System SIB-Bauwerke.
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Drainagerohr — GeoTechnical Solutions

Ein Drainagerohr ist ein gelochtes Rohr, das Sickerwasser aus dem Boden aufnimmt und schadlos ableitet. Unterschieden werden Teil- und Vollsickerrohre in verschiedenen Nennweiten. Verlegung, Gefälle, Filterkies und Filtervlies richten sich nach DIN 4095; Kontrollschächte sichern die Spülbarkeit.
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Dränage — GeoTechnical Solutions

Dränage bezeichnet das Sammeln und Ableiten von Sicker- und Grundwasser, um Bauwerke und Verkehrsflächen vor Wasserdruck und Frostschäden zu schützen. Planung, Bemessung und Ausführung regelt DIN 4095, die für Dränleitungen unter anderem Mindestquerschnitte, Gefälle, Filterstabilität und Kontrollschächte vorgibt.
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Drosselschacht — StormWater Solutions

Ein Drosselschacht ist ein Sonderbauwerk der Kanalisation, das den Abfluss aus einem Rückhalteraum auf einen genehmigten Drosselabfluss begrenzt. Je nach Drosselorgan unterscheiden sich Regelgenauigkeit und Verstopfungsrisiko; maßgebend sind die hydraulische Kennlinie, die Aufstauhöhe und die Zugänglichkeit für die Wartung.
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DWA-A 138 — StormWater Solutions

Das DWA-A 138 ist das DWA-Arbeitsblatt für Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser. Es beschreibt Anlagetypen von der Flächen- bis zur Schachtversickerung, nennt einen geeigneten kf-Bereich von etwa 1 × 10⁻³ bis 1 × 10⁻⁶ m/s sowie mindestens 1 m Grundwasserabstand und regelt die Bemessung. Eine überarbeitete Fassung liegt als DWA-A 138-1 vor.
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E

Eisenbahnbrücke — Bridges & Culverts Solutions

Eine Eisenbahnbrücke führt einen Schienenweg über ein Hindernis. Bemessung und Nachweis folgen DIN EN 1991-2 mit dem Lastmodell LM71 sowie den Regelwerken der Deutschen Bahn, insbesondere Ril 804 und Ri-ETS. Bauablauf und Bauweise werden maßgeblich von den verfügbaren Sperrpausen im Fahrweg bestimmt.
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Entwässerung — StormWater Solutions

Entwässerung umfasst das Sammeln, Ableiten, Behandeln und Einleiten von Niederschlags- und Schmutzwasser. Unterschieden werden Misch- und Trennsystem sowie Kanalableitung, Versickerung und ortsnahe Bewirtschaftung. Grundlagen sind DIN EN 752, DIN 1986-100 und DWA-A 118 mit Bemessungsregen und Überstaunachweis.
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Erosionsschutz — GeoTechnical Solutions

Erosionsschutz verhindert den Abtrag von Boden an Böschungen, Dämmen und Gewässerufern. Die Bauweise wird nach der hydraulischen Beanspruchung gewählt, von der Begrünung über Erosionsschutzmatten und Geozellen bis zur Gabionenmatratze, und über Fließgeschwindigkeit und Schubspannung nachgewiesen.
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Erosionsschutzmatte — GeoTechnical Solutions

Eine Erosionsschutzmatte ist eine flächige Abdeckung, die Bodenoberflächen an Böschungen, Gräben und Ufern vor Abtrag durch Regen, Abfluss und Wind schützt, bis sich eine tragfähige Vegetation entwickelt hat. Unterschieden werden biologisch abbaubare Matten aus Kokos, Jute oder Stroh und dauerhafte Kunststoff-Wirrgelege, die mit Erdnägeln oder Krampen befestigt und anschließend begrünt werden.
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F

Feuerverzinkung — Bridges & Culverts Solutions

Die Feuerverzinkung schützt Stahl durch Tauchen in flüssiges Zink bei etwa 450 °C mit einem metallurgisch gebundenen Überzug. Unterschieden werden die Stückverzinkung nach DIN EN ISO 1461 und die Bandverzinkung nach DIN EN 10346. Die Schutzdauer hängt von Schichtdicke und Korrosivität der Umgebung ab; in Kombination mit einer Beschichtung entsteht ein besonders dauerhaftes Duplex-System.
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Filtervlies — GeoTechnical Solutions

Ein Filtervlies lässt Wasser durch und hält Bodenteilchen zurück. Es sichert Dränagen, Sickerleitungen und Steinschüttungen gegen Einspülung von Feinkorn. Maßgebend sind Öffnungsweite, Wasserdurchlässigkeit und Robustheitsklasse nach dem Merkblatt M Geok E sowie ein fachgerechter Einbau mit ausreichender Überlappung.
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Frostschutzschicht — GeoTechnical Solutions

Die Frostschutzschicht ist die untere Schicht des Straßenoberbaus. Sie sichert die Frostsicherheit des Aufbaus, verteilt Verkehrslasten und führt Wasser ab. Dicke und Anforderungen ergeben sich aus RStO 12 und ZTV E-StB, üblich sind frostsichere Korngemische der Abstufungen 0/32 und 0/45.
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Fußgängerbrücke — Bridges & Culverts Solutions

Eine Fußgängerbrücke führt Fuß- und häufig Radverkehr über eine Straße, eine Bahnstrecke oder ein Gewässer. Bemessung und Ausstattung richten sich nach DIN EN 1991-2, dem Schwingungsnachweis nach DIN EN 1990 und den Anforderungen der DIN 18040-3 an Barrierefreiheit.
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G

Gabionen — GeoTechnical Solutions

Gabionen sind mit Gestein gefüllte Drahtkörbe, die als Schwergewichtskonstruktion Erddruck aufnehmen. Sie werden aus Doppeldrahtgeflecht oder Punktschweißmatten gefertigt, mit Korngrößen von etwa 60 bis 120 mm befüllt und nach DIN EN 1997-1 sowie bei Rückverankerung nach EBGEO bemessen.
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Geogewebe — GeoTechnical Solutions

Ein Geogewebe ist ein gewebtes Geotextil aus Kett- und Schussfäden, das hohe Zugfestigkeit bei geringer Dehnung bietet. Es übernimmt im Erd- und Straßenbau vor allem die Funktionen Bewehren und Trennen. Kennwerte sind Höchstzugkraft nach DIN EN ISO 10319, Dehnung und Öffnungsweite O90; typische Anwendungen sind Dämme auf weichem Untergrund und Basisbewehrungen.
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Geogitter — GeoTechnical Solutions

Ein Geogitter ist ein gitterförmiger Geokunststoff, dessen Öffnungen eine Verzahnung mit dem Korngerüst ermöglichen und Zugkräfte im Boden aufnehmen. Bemessen wird nach EBGEO, indem die Kurzzeitfestigkeit in kN/m über die Reduktionsfaktoren A1 bis A4 auf die Bemessungsfestigkeit der geplanten Nutzungsdauer abgemindert wird.
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Geokunststoffe — GeoTechnical Solutions

Geokunststoffe sind der Oberbegriff für polymere Produkte im Erd-, Grund- und Wasserbau, die trennen, filtern, dränen, bewehren, schützen oder abdichten. Der Normenrahmen umfasst DIN EN 13249 bis DIN EN 13257 sowie EBGEO und M Geok E.
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Geomembran — GeoTechnical Solutions

Eine Geomembran ist eine praktisch wasserundurchlässige Kunststoffdichtungsbahn zur Abdichtung von Becken, Teichen und Deponien. Werkstoff, Dicke, Fügetechnik und Schutzschichten richten sich nach Beanspruchung und Anwendung; Nähte werden als Doppelschweißnaht mit Prüfkanal ausgeführt und auf Dichtheit geprüft.
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Geotextil — GeoTechnical Solutions

Ein Geotextil ist ein wasserdurchlässiges, flächiges Erzeugnis aus Polymerfasern, das im Erd- und Straßenbau die Funktionen Trennen, Filtern, Dränen, Bewehren und Schützen übernimmt. Kennwerte werden nach europäischen Prüfnormen bestimmt, die Robustheit über Geotextilrobustheitsklassen nach M Geok E beschrieben.
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Grünbrücke — Bridges & Culverts Solutions

Eine Grünbrücke ist ein Querungsbauwerk, das Lebensräume über einen Verkehrsweg hinweg verbindet und die Zerschneidungswirkung von Straße oder Bahn mindert. Breite, Substrataufbau und Leitstrukturen richten sich nach dem Merkblatt MAQ der FGSV und den Zielarten des Korridors.
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H

Hangsicherung — GeoTechnical Solutions

Hangsicherung umfasst alle Maßnahmen, die einen Hang oder eine Böschung dauerhaft gegen Rutschung und Erosion stabilisieren. Die Verfahrenswahl richtet sich nach Hangneigung, Bodenart und Wasserverhältnissen. Der Nachweis der Standsicherheit gegen Böschungsbruch erfolgt nach DIN 4084 mit dem Sicherheitskonzept nach DIN EN 1997-1.
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Hochwasserschutz — StormWater Solutions

Hochwasserschutz umfasst alle Maßnahmen, die Schäden durch Überflutung vermeiden oder begrenzen, von technischen Schutzanlagen über natürlichen Rückhalt bis zum Objektschutz. Schutzgrade werden als Jährlichkeit angegeben, der Rechtsrahmen ergibt sich aus dem WHG.
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I

Ingenieurbauwerk — Bridges & Culverts Solutions

Ein Ingenieurbauwerk ist ein Bauwerk im Zuge von Straßen und Wegen mit besonderen statischen und konstruktiven Anforderungen, etwa Brücke, Durchlass, Tunnel, Stützwand oder Lärmschutzbauwerk. Es erhält eine Bauwerksnummer, wird im Bauwerksbuch geführt und unterliegt der Prüfpflicht nach DIN 1076.
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K

Kanalisation — StormWater Solutions

Kanalisation bezeichnet das Netz aus Leitungen, Schächten und Sonderbauwerken, das Schmutz- und Niederschlagswasser einer Siedlung ableitet. Betrieben wird es als Misch- oder Trennsystem; hydraulisch bemessen wird nach DWA-A 118 und DIN EN 752, der Zustand über optische Inspektion beurteilt.
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L

Lamellenklärer — StormWater Solutions

Ein Lamellenklärer ist ein Absetzbecken mit schräg eingebauten Platten oder Rohren, die die wirksame Absetzfläche bei gleicher Grundfläche vervielfachen. Nach der Theorie von Hazen bestimmt die Oberflächenbeschickung die Abscheideleistung. Eingesetzt wird er in der Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwasserbehandlung. Im Betrieb sind Grobstoffabscheidung, Schlammräumung und die Vermeidung von Verlegungen der Lamellenkanäle entscheidend.
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Leichtflüssigkeitsabscheider — StormWater Solutions

Ein Leichtflüssigkeitsabscheider trennt Öle und Kraftstoffe vom Abwasser, bevor dieses in Kanalisation oder Gewässer gelangt. DIN EN 858-1 unterscheidet die Klassen I und II mit unterschiedlichen Ablaufwerten. Die Nenngröße wird nach DIN 1999-100 bestimmt; Wartung und Generalinspektion sind vorgeschrieben.
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Lichte Weite — Bridges & Culverts Solutions

Die lichte Weite ist der freie horizontale Abstand zwischen den Innenflächen eines Bauwerks, gemessen senkrecht zur Bauwerksachse. Sie bestimmt den Abflussquerschnitt von Durchlässen, die Einordnung als Brücke nach DIN 1076 sowie die Anforderungen an Unterhaltung und ökologische Durchgängigkeit.
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M

Muldenversickerung — StormWater Solutions

Die Muldenversickerung führt Niederschlagswasser über eine flache, bewachsene Mulde und eine belebte Oberbodenzone in den Untergrund. Bemessen wird sie nach DWA-A 138; der Flächenbedarf liegt bei etwa 10 bis 20 Prozent der angeschlossenen Fläche und lässt sich mit Rigolen kombinieren.
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N

Niederschlagswasser — StormWater Solutions

Niederschlagswasser gilt als Abwasser, sobald es von bebauten oder befestigten Flächen gesammelt abfließt. Daraus folgen Beseitigungspflicht, wasserrechtliche Erlaubnis und die gesplittete Abwassergebühr. Der Behandlungsbedarf richtet sich nach der Belastung der Herkunftsfläche gemäß DWA-A 102.
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Notüberlauf — StormWater Solutions

Ein Notüberlauf leitet Wasser kontrolliert ab, sobald eine Rückhalte-, Versickerungs- oder Zisternenanlage ihre Bemessungsgrenze überschreitet. Für Flachdächer mit innenliegender Entwässerung fordert DIN 1986-100 eine Notentwässerung im freien Auslauf. Bemessen wird auf den nicht mehr speicherbaren Abfluss; entscheidend ist ein festgelegter, schadloser Überflutungsweg, der Gebäude, Tiefgaragen und Nachbarflächen auch bei seltenen Starkregen schützt.
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R

Regenklärbecken — StormWater Solutions

Ein Regenklärbecken ist ein Absetzbecken im Trennsystem, das Niederschlagswasser vor der Einleitung in ein Gewässer mechanisch behandelt. Unterschieden werden Becken mit und ohne Dauerstau; bemessen wird über die Oberflächenbeschickung. Eine Tauchwand hält Schwimmstoffe und Leichtflüssigkeiten zurück. Häufig wird das Regenklärbecken mit einem nachgeschalteten Regenrückhaltebecken kombiniert, das die Einleitmenge in das Gewässer drosselt.
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Regenüberlaufbecken — StormWater Solutions

Ein Regenüberlaufbecken ist ein Speicherbauwerk im Mischsystem, das bei Regen Mischwasser zurückhält und nach dem Ereignis gedrosselt zur Kläranlage leitet. Bauarten sind Fang-, Durchlauf- und Verbundbecken. Bemessen wird bislang überwiegend nach ATV-A 128, die Ausrüstung regelt DWA-A 166. Ziel ist, Häufigkeit und Schmutzfracht der Mischwasserentlastungen in Gewässer spürbar zu verringern.
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Relining — Bridges & Culverts Solutions

Relining ist ein grabenloses Sanierungsverfahren, bei dem ein neues Rohr in ein schadhaftes Altrohr oder einen Durchlass eingezogen oder eingeschoben wird. Der Ringraum wird mit Dämmer verfüllt, die Statik richtet sich nach dem Altrohrzustand. Das Verfahren vermeidet das Aufgraben von Straßen- und Bahndämmen, führt aber zu einem Querschnittsverlust, der hydraulisch nachzuweisen ist.
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Rigole — StormWater Solutions

Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicherkörper, der Niederschlagswasser zwischenspeichert und verzögert in den Untergrund abgibt. Bauarten sind Kies-, Kunststoff- und Rohr-Rigolen sowie Mulden-Rigolen-Systeme. Die Bemessung erfolgt nach DWA-A 138 über Speichervolumen, Durchlässigkeit des Bodens und Entleerungszeit.
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Rohrbrücke — Bridges & Culverts Solutions

Eine Rohrbrücke ist im Ingenieurbau ein Boden-Stahl-Verbundbauwerk aus korrugiertem Stahlwellenrohr, das erst mit der verdichteten Überdeckung seine volle Tragfähigkeit erreicht. Der Begriff bezeichnet außerdem Traggerüste für Medienleitungen. Bemessen wird nach den Eurocodes, insbesondere den Verkehrslastmodellen der DIN EN 1991-2.
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Rückhaltebecken — StormWater Solutions

Ein Rückhaltebecken speichert Niederschlagswasser zwischen und gibt es gedrosselt an Kanal oder Gewässer ab. Bauarten reichen vom offenen Erdbecken über Betonbecken und Stauraumkanal bis zum unterirdischen Rohrrückhaltebecken. Das erforderliche Volumen wird nach DWA-A 117 aus Zufluss und Drosselabfluss bestimmt.
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S

Schwammstadt — StormWater Solutions

Die Schwammstadt hält Niederschlagswasser dort zurück, wo es anfällt, speichert, verdunstet und nutzt es. Bausteine sind Entsiegelung, Mulden, Rigolen, Baumrigolen, Retentionsdächer und Zisternen. Rechtlicher Rahmen ist der Vorrang der ortsnahen Beseitigung nach dem Wasserhaushaltsgesetz.
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Sedimentationsanlage — StormWater Solutions

Eine Sedimentationsanlage trennt absetzbare Feststoffe und daran gebundene Schadstoffe aus dem Niederschlagsabfluss ab, bevor das Wasser versickert oder eingeleitet wird. Bauformen sind Absetzschacht, Lamellenklärer, hydrodynamischer Wirbelabscheider und Regenklärbecken; die Behandlungsbedürftigkeit regeln DWA-A 102 und DWA-A 138. Voraussetzung für eine dauerhafte Reinigungsleistung ist die regelmäßige Schlammräumung, damit abgesetztes Material bei Starkregen nicht wieder ausgetragen wird.
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Starkregen — StormWater Solutions

Starkregen bezeichnet Niederschlag von hoher Intensität in kurzer Zeit, der die Aufnahmefähigkeit von Boden und Kanalnetz übersteigt. Der Deutsche Wetterdienst warnt anhand fester Millimeterschwellen, die Bemessung von Entwässerungsanlagen erfolgt mit Niederschlagshöhen nach KOSTRA-DWD 2020.
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Stauraumkanal — StormWater Solutions

Ein Stauraumkanal ist ein Kanalabschnitt mit vergrößertem Querschnitt, dessen Volumen durch eine Drossel als Speicher genutzt wird. Im Mischsystem ersetzt er ein Regenüberlaufbecken, unterschieden nach oben und unten liegender Entlastung (SKO, SKU). Im Trennsystem dient das Prinzip als Speicherkanal zur Abflussdämpfung. Der Speicher liegt linienförmig im Straßenraum und benötigt keine zusätzliche Grundstücksfläche.
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Straßenentwässerung — StormWater Solutions

Straßenentwässerung umfasst das Sammeln, Ableiten, Behandeln und Einleiten des auf Verkehrsflächen anfallenden Niederschlagswassers. Maßgebende Regelwerke sind RAS-Ew und DWA-A 102. Neben Quer- und Längsneigung bestimmen die Verkehrsbelastung und der daraus folgende Behandlungsbedarf die Ausbildung der Anlage.
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Stützmauer — GeoTechnical Solutions

Eine Stützmauer nimmt den Erddruck eines Geländesprungs auf und sichert den Höhenunterschied dauerhaft ab. Bauart, Erddruckansatz und die Nachweise gegen Kippen, Gleiten und Grundbruch richten sich nach DIN EN 1997-1 in Verbindung mit DIN 1054.
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T

Trennvlies — GeoTechnical Solutions

Ein Trennvlies hält Untergrund und Tragschicht dauerhaft getrennt und verhindert Kornvermischung und Materialverlust. Maßgebend sind die Robustheitsklasse nach M Geok E, die mechanischen Kennwerte sowie ein Einbau mit ausreichender Überlappung und Vorkopfschüttung nach ZTV E-StB.
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U

Überflutungsnachweis — StormWater Solutions

Ein Überflutungsnachweis ist der rechnerische Nachweis nach DIN 1986-100, dass Niederschlagswasser aus einem seltenen Starkregen schadlos auf dem Grundstück zurückgehalten wird. Er ist bei mehr als 800 m² abflusswirksamer Fläche zu führen und setzt mindestens ein 30-jährliches Regenereignis nach KOSTRA-DWD 2020 an. Das Ergebnis ist ein Rückhaltevolumen, das auf Freiflächen, in Mulden oder in unterirdischen Speichern schadlos untergebracht werden muss.
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Überführung — Bridges & Culverts Solutions

Eine Überführung ist ein Bauwerk, das einen Verkehrsweg über einen anderen Verkehrsweg oder ein Hindernis führt, etwa als Straßen-, Eisenbahn-, Fußgänger- oder Wildtierüberführung. Aus Sicht des unten liegenden Weges ist dasselbe Bauwerk eine Unterführung. Maßgebend für die Planung sind lichte Höhe und lichte Weite nach den Regelwerken des jeweiligen Baulastträgers sowie die Bauweise unter laufendem Verkehr.
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Uferbefestigung — GeoTechnical Solutions

Uferbefestigung umfasst Maßnahmen, die Ufer und Böschungen von Gewässern gegen Erosion durch Strömung, Wellenschlag und Wasserstandsschwankungen sichern. Eingesetzt werden Deckwerke aus Wasserbausteinen, Gabionen und Steinmatratzen, Geotextilfilter und ingenieurbiologische Bauweisen. Bemessungsgröße ist vor allem die Schleppspannung, rechtlich gilt das Wasserhaushaltsgesetz. Entscheidend für die Dauerhaftigkeit sind ein filterstabiler Aufbau und ein gesicherter Böschungsfuß.
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Unterführung — Bridges & Culverts Solutions

Eine Unterführung führt einen Verkehrsweg unter einem anderen Verkehrsweg oder einer Bahnstrecke hindurch. Maßgebend sind die lichten Maße des unten geführten Weges nach RE-ING und Ril 804, die Entwässerung der Wannenlage sowie das Bauverfahren in offener Bauweise oder im Einschub.
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W

Widerlager — Bridges & Culverts Solutions

Das Widerlager ist das Endauflagerbauwerk einer Brücke. Es leitet die Auflagerkräfte in den Baugrund, hält den Erddruck der Hinterfüllung zurück und bildet den Übergang von Damm zu Bauwerk. Nachgewiesen wird es nach DIN EN 1997-1; bei Boden-Stahl-Verbundbauwerken entfällt es.
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