Eisenbahndurchlass aus Wellstahl
Ein Eisenbahndurchlass ist ein Bauwerk, das Wasser, Wege oder Leitungen unter einem Bahnkörper hindurchführt. Im deutschen Schienenverkehr unterliegen Eisenbahndurchlässe strengen Anforderungen der Deutschen Bahn AG (DB-Richtlinie 804) sowie den Vorgaben des Eisenbahn-Bundesamts (EBA). ViaCon Deutschland liefert Eisenbahndurchlässe aus Wellstahl für Neubau, Ersatz und Sanierung im Gleisbau — mit kurzen Sperrzeiten und einer Lebensdauer von über 100 Jahren.
Eisenbahndurchlass — Definition und Einsatzgebiete
- Synonyme: Eisenbahn-Rohrdurchlass, Bahndurchlass, Gleisdurchlass
- Einsatz: Gewässerquerungen unter Haupt-, Nebenstrecken und Rangierbahnhöfen, Entwässerungsdurchlässe, Kabelkanaldurchlässe, Wildtierquerungen unter Gleisanlagen
- Abgrenzung zur Eisenbahnüberführung: Eine Eisenbahnüberführung führt einen Weg oder ein Gewässer über die Bahn hinweg, ein Eisenbahndurchlass führt darunter hindurch
Anforderungen nach DB-Richtlinie 804 und EBA
DB-Richtlinie 804 (Eisenbahnbrücken und sonstige Ingenieurbauwerke) regelt Planung, Konstruktion und Prüfung. Zentrale Anforderungen:
- UIC 71 Lastmodell für vertikale Zugbelastung inkl. dynamischer Faktoren
- Spurspielfreie Gleislage — Bauwerk darf keine Setzungen verursachen, die die Gleisgeometrie beeinträchtigen
- Mindestüberdeckung nach DB-Richtlinie 836 (Erdbauwerke)
- Korrosionsschutz nach DIN EN ISO 1461 für >100 Jahre Lebensdauer
- Sperrzeiten — Montage muss in vorgegebenen Zeitfenstern erfolgen (Wochenende, Nachtstunden, Streckensperrungen)
Vorteile von Wellstahl-Eisenbahndurchlässen
- Schnelle Montage — ein Durchlass kann in einer einzigen Wochenendsperrung installiert werden, während Betonlösungen mehrere Sperrungen benötigen
- Modular erweiterbar — Querschnitte von DN 300 bis zu 7+ m Spannweite ohne Neubau der Widerlager
- Vibrationsdämpfung — Wellstahl-Konstruktion absorbiert dynamische Lasten aus dem Zugverkehr besser als starre Betonröhren
- Werksseitig vorgefertigt — kein Schalen oder Betonieren vor Ort, reduziert Bauzeit und Risiko
- Über 100 Jahre Lebensdauer bei Verzinkung nach DIN EN ISO 1461
H2: HelCor® und ViaPlate® — Produktreferenzen für den Gleisbau
- HelCor® — spiralgewellte Rohre für kleinere bis mittlere Querschnitte
- ViaPlate® Multi-Plate — modulare Plattenstruktur für große Spannweiten
- SuperCor® — für extreme Spannweiten und Verkehrslasten
Flexible Spannweiten und Konfigurationen
Unsere Bauwerke können mit Spannweiten von 1 Meter bis über 30 Meter realisiert werden. Wir bieten Profile als Bogen, Ellipse oder Kasten an, um jede Eisenbahnüberführung perfekt an die jeweiligen Streckenanforderungen anzupassen.
Konstruiert für höchste Leistung
Unsere Brückenlösungen werden für die höchsten Lastklassen des Schienenverkehrs nach Eurocode bemessen. Sie sind ideal für die anspruchsvollsten Anwendungen und können jede Eisenbahnüberführung für schwere Güter- und Hochgeschwindigkeitszüge tragen.
Effiziente Montage für minimale Streckensperrungen
Die modulare und leichte Bauweise ist der entscheidende Vorteil im Bahnbau. Sie gewährleistet eine extrem schnelle Montage mit minimalem Geräteeinsatz und Personal. Eine komplette Eisenbahnüberführung kann oft in nur wenigen Tagen errichtet werden, was teure und langwierige Streckensperrungen auf ein absolutes Minimum reduziert.
Bewährt in extremen Klimazonen
Von den kalten Wintern Skandinaviens bis zur Hitze des Nahen Ostens – unsere Stahlkonstruktionen funktionieren zuverlässig bei Temperaturen von -50°C bis +50°C.
Lange Nutzungsdauer
Durch die hochwertige Feuerverzinkung ist jede Eisenbahnüberführung dauerhaft vor Korrosion geschützt. Die Konstruktionen sind für eine Lebensdauer von über 100 Jahren ausgelegt und erfordern nur minimalen Wartungsaufwand.
Nachhaltig und zirkulär
Eine Eisenbahnüberführung aus Stahl ist eine zirkuläre Lösung. Bei der Herstellung werden deutlich weniger natürliche Ressourcen verbraucht als bei Beton. Die schnelle Montage sorgt für eine minimale Umweltbelastung, und das Material ist zu 100 % recycelbar.
Die wichtigsten Spezifikationen
- Spannweite: 1 m bis über 30 Meter
- Tragfähigkeit: Sehr hoch, kann für alle Verkehrslastklassen bemessen werden
- Wellungen: 200×55 mm, 380×140 mm und 500×237 mm
- Stahlgüten: 235 MPa bis 500 MPa (Re)
- Korrosionsschutz: Feuerverzinkter Stahl mit optionalen Beschichtungssystemen
- Zertifizierung: CE-zertifiziert nach EN 1090-1; CE-Zertifikat der werkseigenen Produktionskontrolle Nr. 1023-CPR-0640F, EPD, ISO, BBA
- Verfügbare Querschnittsformen: Variabel, einschließlich runder oder elliptischer Bögen (offene Profile), Maulprofile, Kreisprofile, Boxprofile – offen und geschlossen
ViaPlate-Strukturen bieten zuverlässige Lösungen für:
- Eisenbahnbrücken und Eisenbahntunnel
- Eisenbahnüberführungen und Unterführungen
- Eisenbahndurchlässe für Wasserwege oder Wildwechsel
- Höhenfreie Kreuzungen
- Portale und Fußgängerunterführungen an Bahnanlagen
- Schutzrohre für Leitungen unter Gleisanlagen
Ein Eisenbahndurchlass ist ein Ingenieurbauwerk, das Wasser, Wege oder Leitungen unter einem Bahnkörper hindurchführt und gemäß DB-Richtlinie 804 sowie EBA-Vorgaben gebaut wird.
Die Montage eines Standard-Eisenbahndurchlasses aus Wellstahl erfolgt in der Regel innerhalb einer Wochenendsperrung, während Betonlösungen mehrere aufeinanderfolgende Streckensperrungen benötigen.
Eisenbahndurchlässe werden nach dem UIC 71 Lastmodell dimensioniert, das Züge mit bis zu 250 kN Achslast bei dynamischen Faktoren abbildet.
Ein Eisenbahndurchlass führt unter der Bahn hindurch (z.B. Gewässer, Wirtschaftsweg), eine Eisenbahnüberführung führt über die Bahn hinweg (z.B. Straße, Fußgängerbrücke).
